Metakognitive Training (MKT)
Zentrale Merkmale des Metakognitiven Trainings:
- Ursprung: Entwickelt von Prof. Dr. Steffen Moritz und seinem Team an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf.
Anwendungsgebiete: u.a. Depressionen, Zwangsstörungen, Borderline-Persönlichkeitsstörungen und Sucht.
- In Form von Modulen (z. B. 8 bis 10 Sitzungen), die bestimmte kognitive Verzerrungen thematisieren.
- Methoden: Psychoedukativen, interaktive Gruppen- oder Einzelübungen mit hohem Alltagsbezug und einem oft humorvollen, niederschwelligen Zugang.
- Ziel: Kritischere Reflexion über das eigene Denken, Reduktion von Wahnüberzeugungen, Verbesserung der Therapieadhärenz und des Funktionsniveaus.
Typische Module behandeln z. B.:
- Voreiliges Schlussfolgern
- Kausalattributionen (z. B. Selbstschuld oder Fremdschuld)
- Gedankenlesen
- Selbstwertbezogene Verzerrungen
- Gedankenkontrollillusionen
